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Die vom Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) und der Universität Neapel Federico II durchgeführte Studie bietet neue Perspektiven für das Verständnis der physikalischen Prozesse, die Erdbeben zugrunde liegen.

Eine neue Studie, die von einem Forscherteam der Universität durchgeführt wurdeNationales Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) und dellUniversität Neapel Federico II Er hob die Rolle des Wärmeflusses der Erde bei der Steuerung der globalen Verteilung der Erdbebenstärken hervor.

Forschung „Der Wärmefluss in der Erdkruste bestimmt die Verteilung der Erdbebenstärke“Die Ergebnisse dieser Studie wurden in der wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht. Geophysical Research Letters, analysiert die räumlichen Variationen der sogenannten b-Wert, ein fundamentaler Parameter des Gutenberg-Richter-Gesetzes, der das Verhältnis von Erdbeben unterschiedlicher Magnitude in einem bestimmten Gebiet beschreibt. Zu diesem Zweck wurde ein globaler Katalog von über 22.000 zwischen 1980 und 2023 registrierten Erdbeben untersucht.

„Der b-Wert ist ein entscheidender Indikator für das Verständnis der Seismizität: Ein hoher Wert deutet auf das Überwiegen kleiner Ereignisse hin, während ein niedriger Wert eine größere Wahrscheinlichkeit starker Erdbeben signalisiert.“ - erklärt Matthew Taroni, Forscherin am INGV und Mitautorin der Studie - Durch die Analyse seismischer Daten auf globaler Ebene wollten wir die physikalischen Ursachen dieser Variationen untersuchen. Wir stellten fest, dass das Verhältnis von Erdbeben unterschiedlicher Magnitude nicht zufällig variiert, sondern eng mit den thermischen Eigenschaften der untersuchten Krustenregionen zusammenhängt..

Die Ergebnisse verdeutlichen einen Zusammenhang zwischen dem Wärmefluss aus dem Erdinneren und der b-Wert. Insbesondere in Regionen, die durch einen hohen Wärmefluss gekennzeichnet sind, b-Wert Die Wahrscheinlichkeit für kleinere Erdbeben ist höher, und diese treten häufiger auf als größere. Dieser Zusammenhang ist in verschiedenen tektonischen Kontexten konsistent und unabhängig von der Art der Verwerfungsbewegung.

„Diese Studie liefert solide empirische Belege für den direkten Zusammenhang zwischen dem statistischen Verhalten von Erdbeben und physikalischen Prozessen.“ - unterstreicht er Robert Basili, Forschungsdirektor bei INGV und Mitautor - Der Wärmefluss stellt einen primären Einflussfaktor auf die globalen b-Wert-Variationen dar.“

Die Ergebnisse der Studie könnten dazu beitragen, das Verständnis der Prozesse, die der Seismizität zugrunde liegen, zu verbessern und probabilistische Vorhersagen der seismischen Gefährdung sowie Strategien zur Risikominderung genauer zu gestalten.

Link zur Studie

Nützliche Links:

Nationales Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV)
Universität Neapel Federico II

Epizentren der Erdbeben vom 30. April
Epizentren der in der Studie analysierten Erdbeben (schwarze Punkte) und Wärmefluss (farbiger Hintergrund, logarithmische Skala).